Rezension

Dicionum – Du darfst dich nicht verlieben

Zum Inhalt:

Bisher hat Kathie ein ganz normales Leben geführt. Das heißt, wenn man das Tanzen in einem Nobel-Stripclub als normal bezeichnen kann. Doch als sie eines Abends den unglaublich attraktiven, sowie störrischen Will kennenlernt macht ihr Leben eine Kehrtwendung um 180 Grad. Plötzlich wird sie entführt und lebt fortan in einer Sekte, die sich selbst Dicio-Kreis nennt. Doch niemand will ihr so genau sagen, was eigentlich los ist. Also begibt sich Kathie auf eigene Faust auf die Suche nach Antworten und was sie dabei entdeckt, kann nicht von dieser Welt sein.

 

Allgemeine Infos:

DSC03836Autorin: Vivien Summer

Verlag: impress

Seiten: 383

Preis: 3,99 €

 

Die Charaktere:

Kathie: Sie liebt das Tanzen, deshalb arbeitet sie auch in einem Edel-Stripclub. Zwar nicht die beste Wahl, aber da sie von zu Hause weggelaufen ist und keine Ausbildung als Tänzerin hat, bleibt ihr nichts Anderes übrig. Ansonsten ist Kathie stets sehr harmoniebedürftig. Außer etwas geht ihr tatsächlich gehörig gegen den Strich, dann kann auch sie sich mal vergessen. Außerdem ist sie wirklich sehr geduldig, ich an ihrer Stelle wäre schon längst durchgedreht. Was ich besonders gut finde, ist, dass sie einen starken Charakter hat und sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Sie nimmt das Leben, so wie es kommt und versucht das Beste daraus zu machen.

Will: Leider kann ich Will so gar nicht einschätzen. Er scheint etwas für Kathie zu empfinden, unterdrückt es jedoch und vergnügt sich mit der Nächstbesten. Einerseits ist er total ruppig und einfach nur unausstehlich und auf der anderen Seite kann er dann wieder einfühlsam und sensible sein. Ich persönlich glaube, dass er mit seiner „Arschloch“-Seite nur versucht sein wahres Ich zu verstecken, um sich vor irgendetwas zu schützen.

 

Der Schreibstil:

Bis auf ein paar kurze Ausnahmen, wurde die Story aus Kathies Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Wenn man das Gesamtbild betrachtet, gibt es eigentlich so gut wie nichts an dem Stil auszusetzen. Anfangs hat es allerdings ein wenig gedauert, bis ich komplett einsteigen konnte, wenn man sich jedoch daran gewöhnt hat, läuft es fast wie von selbst. Die Spannung wird das komplette Buch über aufrechterhalten und man wird quasi zum Weiterlesen gezwungen. An sich entsteht ein wirklich schöner Lesefluss, dem man gerne und leicht folgen kann. Hier hat das Lesen auf jeden Fall Spaß gemacht.

Außerdem hat es mir mal wieder richtig gut gefallen eine normale Jugendsprache zu lesen. Der Stil war nicht zu hochgestochen und hat genau auf die Szene gepasst.

Schade fand ich es nur, dass es nur zwei Situationen gab, in denen man mal durch Wills Augen blicken konnte. Ich persönlich mag solche Perspektivenwechsel zwischen den Protagonisten immer sehr gerne und gerade in diesem Buch hätte es vermutlich vieles klarer und einfacher zu verstehen gemacht.

 

Meine Meinung:

Dicionum 1 war auf jeden Fall einfach nur spannend. Anders kann man es fast nicht sagen. Allerdings kann man wirklich mehr dazu auch nicht sagen, da in dem Buch fast keine Frage aufgelöst wurde. Das ist tatsächlich aber auch der einzige negative Aspekt, der mir einfällt. Natürlich ist es schön, wenn man nicht gleich alle Informationen am Anfang erhält und daher kaum noch eine Motivation zum Weiterlesen hat, aber so wie hier ist es auch keine wirkliche Alternative. Dafür, dass es schon einige Seiten zu lesen waren, ist nicht wirklich viel an Infos durchgekommen. Daher muss man sich fast direkt den zweiten Teil holen, damit man endlich aufgeklärt wird, was es mit all dem auf sich hat. Ansonsten finde ich die Geschichte wirklich super gestaltet und auch die Idee dahinter wurde ganz wunderbar umgesetzt. Die anfangende Liebesgeschichte wirkt authentisch und auf keinen Fall aufgesetzt. Die Protagonisten sind schön gestaltet und man erhält (zumindest bei Kathie) einen weiträumigen Einblick in ihr Innerstes. Auch bei den Nebencharakteren wurde an nichts gespart und sie wurden ebenfalls liebevoll gestaltet. Das Buch hatte eine solche Tiefe, dass es mich sogar für einen kurzen Moment zu Tränen rührte.

Das Cover ist, wie das Buch auch, geheimnisvoll gehalten. Den Farbverlauf finde ich wirklich schön und auch die abgebildete Person passt meiner Meinung nach perfekt zur Story, da sie mich an Kathie erinnert.

Die Geschichte war ein toller Auftakt zur Trilogie, die man in jedem Fall weiterlesen muss, sobald man einmal damit begonnen hat.

 

Lieblingszitate:

„Irgendetwas an ihm war mehr als gefährlich, sogar auf eine gewisse Art und Weise düster. Blöderweise war es genau das, das ihn unfassbar anziehend machte.“

(4. Kapitel, Seite 47)

 

“ „Du bist eine Auserwählte. Du bist dazu berufen, meinen Anweisungen Folge zu leisten, um etwas Großartiges zu tun, etwas Überwältigendes.“ „

(7. Kapitel, Seite 88)

 

“ „[…] Es kotzt mich an, dass ich immer noch nicht das erreicht habe, was ich eigentlich erreichen wollte.“ Seine Stimme klang nun mehr bitter.

„Und das wäre was?“

„Dass du mich hasst.“ “

(20. Kapitel, Seite 213)

 

Bewertung:

4 sterne

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