Rezension

Preppy – Er wird dich verraten

Inhalt:

Als Dre in der dunkelsten Stunde ihres Lebens auf Preppy trifft, hätte sie niemals erwartet, dass dieser attraktive und düstere Mann, ihr irgendwann alles auf der Welt bedeuten würde. Er zieht sie aus ihren Schatten und hilft ihr und eine der schwierigsten Zeiten. Doch was sie nicht weiß: er selbst hat dunkle Geheimnisse, in welche er sie mit jedem weiteren Tag immer weiter hineinzieht. Doch sollten jemals alle düsteren Geschichten ans Tageslicht kommen, hat er nicht nur um seine bisherige Existenz zu fürchten.

 

Allgemeine Infos:

DSC03769Autorin: T. M. Frazier

Verlag: LYX

Seiten: 249

Preis: 6,99 €

 

 

Die Charaktere:

Dre: Geprägt durch ein einschneidendes Erlebnis in ihrer Jugend flüchtet sie sich in die Drogen. Doch eins führt zum anderen und sie kann aus eigener Kraft diesen Teufelskreis nicht mehr durchbrechen. Ihre Sucht hat sie zu fast jeder Zeit im Griff und diese war es auch, welche sie zu abartigen Taten verführte. Als sie jedoch versucht den Drogen abzuschwören, zeigt sie ihr wahres Gesicht. Zwar geschwächt und innerlich gebrochen, aber immer noch stark. Ihr Mundwerk lässt sie sich niemals verbieten und sagt gerade heraus, was sie denkt. Und obwohl ihre Familie ihretwegen so viel erleiden musste, liebt sie diese und wird so sehr von ihnen geliebt.

Preppy: aka Samuel Clearwater. Seine Erscheinung kann man am besten durch Dres Worte beschreiben: ein sexy Hipster-Professor, der über und über tätowiert ist. Seine Aussagen sind meist von Sarkasmus und schwarzen Humor geprägt und er rühmt sich selbst stets ehrlich zu sein, ganz egal wie schmerzhaft die Wahrheit ist. Wenn es sein muss, bringt er auch jemanden um, ohne mit der Wimper zu zucken. Allerdings hatte auch er eine schreckliche Vergangenheit, die ihn selbst jetzt noch im Griff hat, auch wenn er es sich nicht eingestehen will.

 

Der Schreibstil:

Dres und Preppys Geschichte wird mit einem Perspektivenwechsel aus den jeweiligen Sichten in der Ich-Form erzählt. Allerdings waren einige verwendete Begriffe wirklich ordinär und etwas zu viel des Guten. Auch wenn man bedenkt, dass wahrscheinlich kein Mensch dieser Welt in Gedanken so hochgestochen reden würde, aber so wie es hier dargestellt wurde, kam es mir teilweise sogar etwas entwürdigend vor. Es wird eben alles absolut schonungslos dargestellt.

Ansonsten lässt sich dem Lesefluss, auch bei den wechselnden Zeitgeschehnissen bezüglich Preppy, der einmal aus seiner Vergangenheit erzählt (die eigentliche Geschichte) und einmal aus der Gegenwart, gut folgen.

 

Meine Meinung:

Sowohl Dre als auch Preppy, auch wenn er es nicht wahrhaben will, sind gebrochene Menschen. Einerseits ist es eine Geschichte der gegenseitigen Heilung, andererseits ist es ein Leben geprägt von Schmerz und seelischen Verletzungen. Da eben beide so verkorkst sind gab es auch kaum Momente, die wirklich hätten liebevoll verlaufen können. Meist blieb es zwischen ihnen roh, grob und animalisch. Und das Beste fand ich einfach, dass Preppy Dre immer als Junkie bezeichnete, sich selbst aber eine Line Koks nach der anderen zog.

Dadurch, dass das Buch stark die Drogenabhängigkeit thematisiert, ist es nichts, was ich mal so nebenbei hätte lesen können. Für mich persönlich war dies im Zusammenspiel mit den Vergewaltigungen ein sehr schwer zu verdauendes Thema, dass mich jetzt im Nachhinein sogar belastet. Außerdem gab es meiner Meinung nach, kaum Szenen, in denen ich hätte sagen können, dass man die Liebe zwischen den Beiden spüren kann. Es zog sich eine stetige Linie ihrer körperlichen Begierde, aber an Gefühlen wurde eher gespart.

Das Cover passt perfekt zum Inhalt, vor allem zu Preppy, „dem Teufel mit Fliege“. Es ist genauso düster wie es die Geschichte auch ist und konnte daher nicht besser gewählt werden.

 

Lieblingszitate:

„Aber ich nehme das Risiko auf mich, denn das Leben ist nicht immer nur Sonnenschein und Whisky.“ „Nee, irgendwie eher Gewitter und Selbstgebrannter“

(Seite 36)

 

Das Herz eines Menschen erkennst du erst, wenn er es dir wirklich zeigen will.

(Seite 71)

 

Nein, Liebe verwandelt sich nicht einfach so in Hass, nur weil wir es wollen und weil es leichter wäre. Ich lernte sehr schnell, dass sie sich in etwas anderes verwandelt. In etwas viel Schlimmeres. In ein gebrochenes Herz.

(Seite 227)

 

Bewertung:

3 sterne

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